Werkstufenkonzept

Der Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung"

 

Aktualisierung für das Schuljahr 2014/2015

 

Die Werkstufe als Berufsschulstufe ist eine Schnittstelle zwischen Schule und Erwachsenenwelt. Sie muss die Perspektiven für die Lebensgestaltung aufzeigen.

Die Jugendlichen werden darauf vorbereitet, die Schule als Schonraum zu verlassen und den Lebensweg zu planen.

Der starken Differenzierung in der Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Jugendlichen ist entsprechend seiner Bedürfnisse und Möglichkeiten Rechnung zu tragen.

 

  1. Besondere Bedeutung erhält die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen in allen Lernbereichen.
  2. Angemessene Unterrichts- und Lernformen sowie altersgemäßer sozialer Umgang bekommen einen vorrangigen Stellenwert bei der inhaltlichen und organisatorischen Planung des Unterrichts.
  3. Um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, sind Umgangsformen und die Einhaltung von Gesprächsregeln für das Auftreten in der Öffentlichkeit in der Lebenswirklichkeit zu erlernen. Die Jugendlichen sollen Raum erhalten für selbständiges und eigenverantwortliches Handeln. Dazu sind Wahlmöglichkeiten zu schaffen, um sie vor Entscheidungen zu stellen.
  4. Kenntnisse und Fertigkeiten in den Kulturtechniken sind eine wichtige Voraussetzung zur Alltagsbewältigung. Die erworbenen Fähigkeiten sind zu festigen und weiter zu entwickeln. In allen Lernbereichen ist darauf einzugehen. Jugendliche, die die Voraussetzung haben, selbständig Texte zu erlesen, Wörter nach Diktat zu schreiben bzw. im Zahlenraum über 100 zu rechnen, sollen im Kursunterricht ihre Fähigkeiten stabilisieren und ausbauen.
  5. Die Zusammenarbeit mit den Eltern und gesetzlichen Betreuern hat einen hohen Stellenwert. Zur beruflichen Orientierung der Jugendlichen ist es nötig, sie durch umfassende Information aktiv einzubeziehen und gemeinsame Entscheidungen zu treffen.

Ausgewählte Schwerpunkte für Schlüsselkompetenzen

  1. Selbstkompetenz

             Selbständigkeit

             Eigenverantwortung

             Initiative

             Flexibilität

 

       2.  Sozial - kommunikative Kompetenz

 

            Kommunikationsfähigkeit

            Teamfähigkeit

            Kritikfähigkeit

            Konfliktbewältigung

 

       3. Kognitive Kompetenz

 

            Problembewusstsein

            Logisches Denken

 

            Urteils- und Entscheidungsfähigkeit

 

Unterrichtsorganisation

Der Unterricht wird vorrangig durch die Festlegung von Lerngruppen realisiert. Die Lerngruppen können nach folgenden Kriterien zusammengesetzt werden:

  1. Sachverständnis
  2. Lernaktivität
  3. Mobilität
  4. Orientierung in der Öffentlichkeit
  5. Problembewusstsein und Konfliktbewältigung
  6. Belastbarkeit
  7. Beachtung organisatorischer Aspekte

Die Lerngruppen sind in der Teamberatung festzulegen und werden nach Absprachen variiert.

Es erfolgen Festlegungen über die Auswahl der Schüler für die Teilnahme an den Praktika und an Projektthemen.

 

Spezifische Unterrichtsangebote unserer Schule zur Umsetzung der Lernbereiche

  1. Lernbereich: Persönlichkeit und soziale Beziehungen
  • Für Vorhaben zum Thema Sexualität sind bei der Gruppenbildung Fähigkeiten zur kognitiven und emotionalen Verarbeitung zu beachten.
  • Vorhaben zum Thema Suchtprävention sollen vorrangig für Jugendliche geplant werden, die negative Vorbilder haben bzw. ein eigenes negatives Konsum- und Genussverhalten.
  • Kooperation mit polnischen Jugendlichen
  • Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Gesundheitsamt

 

       2.  Lernbereich: Mobilität

 

Mobilitätskompetenz erwerben

 

  • Weg zum Praktikumsbetrieb allein zurücklegen
  • Lebenspraktische Tätigkeiten außerhalb der Schule üben
  • Vorhandene Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen zur Selbstorientierung und Kommunikation stabilisieren

 

       3.  Lernbereich: Wohnen

 

  • Nur im Bedarfsfall, in diesem Schuljahr besteht keine Notwendigkeit

 

       4.  Lernbereich: Arbeit und Beruf

 

  • Schülerfirma
  • Keramikarbeiten
  • Hauswirtschaft
  • Pflanzenwelt
  • Blockpraktikum in den Uckermärkischen Werkstätten
  • Betriebspraktikum
  • Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und dem Integrationsfachdienst (IFD)

 

       5.  Lernbereich: Freizeit

 

  • regelmäßige Kinobesuche
  • Besuch im Theater Schwedt zu jugendgemäßen Themen
  • Schlittschuhlaufen in der "Eisarena" Schwedt

 

 

Das Betriebspraktikum findet einmal wöchentlich statt. Praktikumsplätze: Opelhaus Prenzlau, Tierheim Prenzlau, Öko - Station Prenzlau, Kantine Weigang Prenzlau, Landwirtschaftsbetrieb Zoch, Gaststätte Wilsickow

 

Kriterien für die SchülerInnen, die einen Praktikumsplatz erhalten:

  • Arbeitshaltung

  • Leistungsbereitschaft

  • Sozialverhalten

  • Fähigkeit, sich in der Umwelt zurecht zu finden

  • Aufgabenverständnis

 

Das Werkstattpraktikum beginnt nach den Herbstferien und schließt Ende Februar ab. Die Aufsicht wird von der Werkstatt übernommen.

Erstmalig in diesem Schuljahr wird für die Schülerinnen und Schüler der Werkstufe ein Blockpraktikum in einem Betrieb der Umgebung von März bis April 2015 ermöglicht. Begleitet werden sie dabei von den KlassenleiterInnen.