Hygieneplan

Hygieneplan der Lebensschule Uckermark bezüglich Covid-19 Pandemie

  1. Geltungsbereich

Das vorliegende Konzept gilt für den Bereich der Lebensschule Uckermark sowie für alle dort beschäftigten Mitarbeiter.

 

  1. Ausstattung

Der Bereich Lebensschule Uckermark besteht aus 13 Klassen mit insgesamt 84 Schüler*innen und insgesamt 43 Mitarbeiter*innen.

Für die Klassen P 1 – P 3 im Haus 1 der Lebensschule finden wir sehr gute Bedingungen im Sanitärbereich vor.

Die 10 Klassen P 4 – BBS, im OSZ Uckermark haben für ca. 60 Schüler 1x Jungen und 2 x Mädchentoiletten zur Verfügung.

Personaltoiletten sind ausreichend vorhanden.

 

  1. Verantwortung und Zuständigkeiten

Die Schulleitung trägt die Verantwortung für die Erstellung und regelmäßige Aktualisierung des Konzepts. Dies umfasst auch die Anleitung, Festlegung und Zuständigkeiten für die einzelnen Arbeitsaufgaben und Kontrolle der Tätigkeiten. Alle Mitarbeiter werden in regelmäßigen Abständen und bei Bedarf zum Konzept geschult.

Die persönliche Hygiene der Mitarbeiter wird vorausgesetzt. Bei außergewöhnlichen Umständen oder besonderen Gefährdungslagen wie die Corona – Pandemie, muss der Schulträger zusätzliche Maßnahmen (z.B. Desinfektion, Tragen von Schutzkleidung …) organisieren. Jeder Mitarbeiter ist angehalten, die Hygiene betreffende kritische Feststellungen (insbesondere Verschmutzungen und Schädlingsbefall) an die Einrichtungsleitung zu melden.

 

  1. Hygiene in der Einrichtung

    1. Personalhygiene

 

Geltungsbereich:

  • Unterrichtsräume

  • Hauswirtschaft

  • Sanitärräume

  • Fachräume

Information der Mitarbeiter und Dokumentation:

  • Bei Beschäftigungsbeginn (z.B. durch Merkblatt und Einarbeitungskonzept)

Händehygiene

Händewaschen erfolgen

  • vor Dienstbeginn (vor Aufnahme der pflegerischen und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten),

  • bei Dienstende

  • bei optischer Verschmutzung und nach Toilettenbenutzung

  • vor und nach Speisenausgabe bzw. Zubereitung der Speisen

  • nach einem Aufenthalt im Freien

  • nach Berührung von gemeinsam genutzten Gegenständen

(z.B. Türgriffe, Rollern, Bällen usw.)

Händedesinfektion erfolgen

  • vor Dienstbeginn

  • bei Dienstende

  • vor Tätigkeiten mit Kontaminierungsgefahr (z.B. Aufziehen von Medikamenten)

  • nach dem Naseputzen

  • vor und nach Kontakt mit infektiösen Bewohnern oder Material,

  • vor und nach den Pausen

  • nach Toilettenbesuch

  • bei Betreten der Einrichtung

Merke:

Kontaminierte Hände --- desinfizieren

Schmutzige Hände --- erst waschen, dann desinfizieren

Grobe Verschmutzungen werden erst mit einem Desinfektionsmittel getränkten Einmalhandtuch entfernt

Hautschutz und Hautpflege erfolgen bei Dienstbeginn, bei Dienstende, bei längeren Pausen und bei Bedarf

Geeignete Handschuhe werden angezogen ( bei unreinen Arbeiten , z.B. bei Körperausscheidungen, Schmutzwäsche, bei Kontakt zu infektiösen Bewohnern und Material, bei Kontakt mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln und bei Bedarf)

Wischdesinfektion

  • tägliche Wischreinigung von häufig berührten Flächen (Türgriffe, Tische, Stühle)

  • Wischdesinfektion von Reha-Mitteln (Rolli, Pflegebett, Liege, Lifter etc.)

  • in Sanitärräumen (WC, Griffe)

  • Schülerarbeitsmaterialien

  • Gegenständen im Sportraum oder zur Pausengestaltung (Fahrradgriffe, Roller, Buddelzeug, Bälle etc.)

Mund-Nasen-Schutz

  • Das generelle Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) durch sämtliches Personal mit direktem Kontakt zu allen Risikogruppen (Schüler*innen mit Vorerkrankungen bzw. über 60) ist aus Gründen des Risikopersonenschutzes nötig, wenn kein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann

  • Bei Versorgung von Schüler*innen mit respiratorischen Symptomen sollten auch diese einen MNS tragen

  • Schüler*innen, die nicht in der Lage sind, sich an die allgemeinen Hygienemaßnahmen zu halten, müssen einen MNS tragen

  • Die Einhaltung des Mindestabstandes zwischen den Lehrkräften oder dem sonstigen Schulpersonal bleibt davon unberührt.

  • Pädagogisches und sonstiges Personal sind wie bisher auch weiterhin davon befreit, in den Lehrerzimmern, Vorbereitungsräumen und Büros eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (§ 17 Abs. 2. Eindämmungsverordnung)

  • Eine Mund-Nasen-Maske muss im Sportunterricht nicht getragen werden

Allgemeine Hygienemaßnahmen

  • Einhaltung von Husten- und Nies-Regeln: in die Ellenbeuge oder in ein Einmaltaschentuch

  • Entsorgung des Einmaltaschentuches in einem geschlossenen Abfalleimer mit Müllbeutel

  • Vermeidung der Berührung des Gesichtes, insbesondere von Mund Nase

  • Kontaktreduzierung (Schüler*innen, Mitschüler*innen, Kolleg*innen)

  • Beachtung der Abstandsregel (1,5 – 2 m) zw. Schüler*innen und Erwachsenen

  • Einmaltaschentücher sind in den Klassen in ausreichender Menge zur Verfügung zu halten.

Arbeitskleidung

  • Es wird empfohlen, die in der Schule getragene Kleidung nach Dienstende zu waschen

  • Bei der Durchführung von Pflegemaßnahmen, sollte ein Kittel bzw. eine Schürze getragen werden

 

Infektionsschutz

Erkrankungen mit Arbeitsverbot laut Infektionsschutzgesetz sind sofort der Leitung mitzuteilen

   
      1. Handschuhe

Grundsätze:

  • Handschuhe sind zu tragen, wenn mit einer nachteiligen Beeinträchtigung für die Gesundheit des Personals oder der Schüler*innen zurechnen ist

  • Die Einrichtung sollte Handschuhe in verschiedenen Größen und Materialien vorhalten.

  • Das Handschuhmaterial darf die Gesundheit des Benutzers nicht beeinträchtigen.

  • Die Handschuhe müssen puderfrei sein.

  • Niemals die Handschuhe anziehen, wenn die Hände noch feucht sind.

 

    1. Reinigung und Desinfektion

Allgemeine Richtlinien:

  • Reinigung und Desinfektion dienen der Sauberkeit und der Infektionsprophylaxe.

  • Zum Einsatz kommen so wenig Mittel wie möglich und nur so viele wie nötig!

  • Reinigung ist der Desinfektion vorzuziehen --- Desinfektion so wenig wie möglich, soviel wie nötig!

  • Eine desinfizierende Reinigung muss erfolgen, wenn eine Kontamination mit potentiell infektiösem Material (Blut, Eiter, Urin, Kot, Sputum, Erbrochenes …) festgestellt wird oder wenn mit einer Kontamination zu rechnen ist und im bewohnernahen Umfeld bei Auftreten bestimmter Infektionserreger, z.B. Covid-19

  • Die Oberflächen von Einrichtungsgegenständen, Wände und Fußböden müssen so beschaffen sein, dass eine Reinigung und ggf. Desinfektion möglich sind.

  • Die Reinigung und Desinfektion wird in Plänen verbindlich für jeden Bereich festgelegt, die die Arbeitsaufgaben, die zu verwendeten Mittel und die Frequenzen enthalten.

  • Durch verbindliche Verfahrensweisen, Schulungen, Einarbeitung und Kontrolle wird die Einhaltung dieser Pläne sichergestellt und dokumentiert.

  • Reinigungs- und Desinfektionspläne können kombiniert werden.

  • Siehe auch Handhygiene

5. Gestaltung des Schultages

5.1. Schüler*innen

Es können nur Schüler*innen beschult werden, die keine Krankheitssymptome jeglicher Art aufweisen. Die Beschulung der Schüler*innen mit Vorerkrankungen, und / oder mit schwerer Mehrfachbehinderung erfolgt nur mit Unterschrift der Sorgeberechtigten und damit auf eigenes Risiko.

 

5.2. Personal

 

Kolleg*innen mit Krankheitssymptomen sollten den Dienst nicht antreten.

 

 

5.3. Raumnutzung

 

In den Räumen müssen die Abstandsregeln zw. Schüler*innen und Personal eingehalten werden. Die Tische sollten jeweils im Abstand von 1,5 m zueinander gestellt werden.

Danach richtet sich im Anschluss die mögliche Anzahl von Personen in einem Raum. Der Raum muss regelmäßig gelüftet werden.

Alle Klassen und Sanitärräume werden mit Desinfektionsmitteln ausgestattet. Häufig berührte Flächen (Türgriffe, Kopierer- Display, Telefon, Tische, Stühle, gemeinsames Unterrichtsmaterial etc.) werden täglich mit Seifenwasser abgewischt.

 

5.4. Fahrdienste

 

Es muss vom Landkreis vorgegeben werden, wie viele Schüler*innen gleichzeitig im Schülerspezialverkehr befördert werden dürfen.

 

5.5. Mögliche Staffelung des Schulbetriebes

 

Klassen im Schulhaus 1 können bei Einschränkung des Schulbetriebes weiter beschult werden. Klassen im Schulhaus 2 werden nach einem gestaffelten Präsenzunterricht im Wechsel mit Distanzlernen beschult. Die Schüler*innen bekommen Hausaufgaben für die Tage mit, an denen sie nicht in der Schule sind.

Andere Möglichkeiten werden regelmäßig im Kollegium geprüft und der jeweiligen Situation angepasst.

 

5.6. Ankunft in der Schule

 

Nach Möglichkeiten betreten die Schüler*innen die Schule direkt über die Terrasse ihres Klassenraumes, sie treten einzeln ein und waschen sich zuerst die Hände und legen bei Bedarf den MNS an.

Betreten die Schüler*innen den Klassenraum über die Flure, ist ein MNS auf dem Flur zu tragen.

 

Schüler*innen mit Krankheitssymptomen sind umgehend von den Sorgeberechtigten abzuholen, sie dürfen nicht beschult werden!

 

5.7. Unterricht

5.7.1. Klassenunterricht

 

Der Unterricht soll möglichst in festen, voneinander getrennten / unabhängigen Gruppen mit einem festen Klassenteam stattfinden. Vertretung ist nach Möglichkeit nur innerhalb des Teams zu realisieren.

In der Klasse sollte der Mindestabstand von 1,5 m zw. Schüler*innen und Personal eingehalten werden.

Es findet nur Unterricht im Klassenverband statt.

 

Fachunterrichtsstunden werden durch das Team der Klasse soweit möglich abgedeckt.

Der Schwimmunterricht erfolgt im Klassenverband.

Der Sportunterricht findet möglichst im Freien statt. Im Sportraum sollte auf Mindestabstände geachtet werden.

Alle Schüler*innen bringen das Frühstück von zu Hause mit.

Für Werkstatt- und Betriebspraktika werden individuelle Lösungen erarbeitet.

Ausflüge sind gestattet. Es ist auf den Sicherheitsabstände in den Schulbussen / im PKW zu achten. Es ist der MNS zu tragen.

 

5.8. Mittagessen und Pausenregelung

5.8.1. Mittagsessen

 

Das Mittagessen kann für alle Klassen wie gewohnt im OSZ eingenommen werden. Auf dem Weg im OSZ zum Essen sowie bei der Essenausgabe ist ein MNS zu tragen.

Die Klassen betreten den Speisesaal nach einem Zeitplan gestaffelt.

Den Anweisungen des Personals ist Folge zu leisten (Zeit, Plätze etc.)

 

5.8.2. Pausenregelung

 

Sollten Fahrtzeuge benutzt werden, sind die Griffe nach jeder Pause mit Desinfektionsmittel oder Seifenlauge zu reinigen.

Die Nestschaukel darf immer nur von einem Schüler *innen benutzt werden.

Im Buddelkasten dürfen sich nur wenige Kinder aufhalten.

Es gibt zeitlich gestaffelte Pausenzeiten.

 

5.8.3. Toilettengänge

 

Es sind lange Warteschlangen vor den Toiletten zu vermeiden.

Auf gründliches Händewaschen ist zu achten.

Die Toiletten sind sauber zu verlassen, bei Bedarf mit Desinfektionsmittel zu reinigen.

 

5.9. Verhalten im Schulgebäude

 

In den Fluren ist der MNS zu tragen. Größere Ansammlungen / Aufenthalte sind zu vermeiden.

Auch im Sekretariat und Büro der Schulleitung ist auf den Mindestabstand von 1,5, m zu achten.

 

  1. Externe Besucher

 

Soziale Kontakte sollen möglichst nicht direkt, sondern über Telefon / Internet erfolgen.

Besucher mit Erkältungssymptomen sowie Kontaktpersonen von Covid -19 – Infizierten sollen die Schule nicht betreten.

Jeder Besucher muss sich registrieren (Name, Datum des Besuches, Telefonnummer)

Jeder Besucher muss die Hygieneregeln einhalten.

 

  1. Covid-19-Infizierte

    1. Symptome

 

Die bisher bekannten Symptome eine Covid-19-Infektion sind:

  • Fieber

  • Husten

  • Kurzatmigkeit

  • Halsschmerzen

  • Schnupfen

  • Muskel- und Gelenkschmerzen

  • Kopfschmerzen

  • Übelkeit / Erbrechen / Durchfall

  • Appetitlosigkeit, Verlust des Geruchs- und Geschmacksinnes

 

    1. Ausbruchsmanagement (bei begründetem Verdachtsfall oder bestätigter Infektion)

 

Die Schulleitung ist umgehend zu informieren.

Die Schulleitung informiert den Schulträger und das Gesundheitsamt sowie Mitarbeiter. Die Kontaktpersonen sind zu finden und die Infektionskette nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Kontaktpersonen sind Personen, die ab dem 2. Tag vor Auftreten der ersten Symptome Kontakt zu einem Covid -19-Infizierten hatten.

Aktuelle Telefonlisten sind vorzuhalten.

Das Gesundheitsamt regelt das weitere Vorgehen.

 

    1. Verhalten nach Genesung

 

Personen, die mit Covbid-19-Infiziert waren, müssen mindestens 48 Stunden symptomfrei sein, bevor sie in die Schule zurückkehren können.

 

 

 

E.Bethke

FSR Prenzlau, d. 31.08.2020